Ländlar ka nit a jeder si, durm singand mit stolz üsre Ländlehymne...
1. Du Ländle, meine teure Heimat, ich singe dir zu Ehr' und Preis;
begrüße deine schönen Alpen, wo Blumen blüh'n so edel weiß,
und golden glühen steile Berge, berauscht von harz'gem Tannenduft.
"O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft,
o Vorarlberg will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft!"
2. Du Ländle, meine teure Heimat, wo längst ein rührig Völklein weilt,
wo Vater Rhein, noch jung an Jahren, gar kühn das grüne Tal durcheilt;
hier hält man treu zum Heimatlande und rot-weiß weht es in der Luft.
"O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft,
o Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft!"
3. Du Ländle, meine teure Heimat, wie könnt' ich je vergessen dein,
es waren doch die schönsten Jahre beim lieben, guten Mütterlein.
Drum muss ich immer wieder kommen, und trennte mich die größte Kluft.
"O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft,
o Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft!"
Wir sand stolz uf üsar Ländle, denn mir olle sand Gsiberger und bruchand werdar d´ Wienar no die Schwitzar.
Vorarlberg (Quelle: Wikipedia.org)
Vorarlberg ist das westlichste Bundesland der Republik Österreich. Durch seine Verfassung ist das Land als „selbständiger Staat“ und als Teil des Bundesstaates eingerichtet. Vorarlberg, das im einheimischen Dialekt meist Ländle genannt wird, ist flächen- wie bevölkerungsmäßig das zweitkleinste Bundesland.
Seine Menschen unterscheiden sich in vielen Kulturformen von der übrigen Bevölkerung Österreichs. So werden hoch- und höchstalemannischeDialekte gesprochen (Vorarlbergerisch), während das übrige Österreich fast ausschließlich zum bairischen Sprachraum gehört. Verbindene Sprache ist das Hochdeutsche, aber in einer österreichischen Varietät.
Dialekt
Im Gegensatz zum restlichen Österreich werden in Vorarlberg keine bairischen, sondern alemannische Dialekte gesprochen, vergleichbar dem alemannischen Schweizerdeutsch, dem südbadischen Alemannisch und dem Schwäbischen. Die beliebte Bezeichnung Vorarlbergs als „Ländle“ weist auf den alemannischen Sprachraum hin. Der nördliche Vorarlberger Dialekt (Bregenzerwald und die Landeshauptstadt Bregenz) ist am nächsten mit dem Allgäuer Dialekt verwandt; der im Vorarlberger Rheintal gesprochene Dialekt orientiert sich eher an den Dialekten des Schweizer Rheintals (Kanton St. Gallen) sowie Liechtensteins. Vor allem in geographischen Bezeichnungen, aber auch für manche Alltagsgegenstände, haben sich viele romanische Begriffe erhalten und verbreitet.
Geographie
Die Fläche Vorarlbergs wird im Allgemeinen mit 2.601,48 km² angegeben. Ohne die Fläche des hohen Sees des Bodensees, der nach der allgemein vorherrschenden Kondominiumstheorie völkerrechtlich von allen Anrainerstaaten gemeinsam verwaltet wird, beträgt die Landesfläche allerdings nur 2.596 km². Es liegt zwischen dem Bodensee und dem Alpenrhein im Westen, dem Arlberg und der Verwallgruppe im Osten, den Gebirgszügen des Rätikons und der Silvretta im Süden, dem Allgäu im Norden und dem Bodensee im Nordwesten.
Politische Geographie
Das Bundesland ist in vier unterschiedlich große Verwaltungsbezirke aufgeteilt. Die Bezirke tragen jeweils den Namen ihrer Hauptstadt; diese sind, der flächenmäßigen Größe der Bezirke nach abnehmend geordnet Bludenz, Bregenz, Feldkirch und Dornbirn.
Neben diesen Verwaltungsbezirken gibt es sechs Gerichtsbezirke im Bundesland. Es sind dies Bezau, Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Montafon. Generell decken die in den Bezirkshauptstädten ansässigen Bezirksgerichte jeweils den gesamten Bezirk ab. Die beiden Fälle des Bezirksgerichts Bezau, welches den gesamten Bregenzerwald und das Kleinwalsertal abdeckt, und Montafon, welches, ansässig in Schruns, das komplette Montafon behandelt, beschränken jeweils die Gebiete des Bezirksgerichts Bregenz und Bludenz.
Des Weiteren gliedert sich Vorarlberg in 96 eigenständige politische Gemeinden und 107 Katastralgemeinden. Fünf Vorarlberger Gemeinden führen das Stadtrecht (Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Hohenems) und weitere 11 wurden zur Marktgemeinde erhoben.
Sitz der obersten Organe des Landes, des Vorarlberger Landtags und der Landesregierung, ist die LandeshauptstadtBregenz. Für die Dauer außerordentlicher Verhältnisse kann der Landeshauptmann, laut Landesverfassung, deren Verlegung an einen anderen Ort des Landesgebietes verfügen.
Geschichte
Vorarlberg war mindestens seit 500 v. Chr. vom keltischen Volksstamm der Brigantier besiedelt. Im Jahre 15 v. Chr. eroberten die Römer das Gebiet.
Um 260 begannen die Einfälle der Alemannen, die dann ab etwa 450 hier siedelten. Mit den Alemannen kam das Gebiet zum Fränkischen Reich, 843 zum Ostfränkischen Reich. Als Erben der Udalrichinger, die karolingische Grafen u. a. im Bodenseegebiet waren, erlangten die Grafen von Montfort um 1200 die Herrschaft im Gebiet von Bludenz, Bregenz und Feldkirch.
Seit dem 14. Jahrhundert gelangten die einzelnen Herrschaften an die Habsburger, die bestrebt waren, ihre Territorien in der heutigen Schweiz und ihre österreichischen Besitzungen zu arrondieren: 1363 die Herrschaft Neuburg am Rhein, 1375 die Grafschaft Feldkirch, 1394 die Herrschaft Bludenz mit dem Montafon, 1397 die Herrschaft Jagdberg, 1451 die halbe Grafschaft Bregenz, 1453 die Gerichte Tannberg und Mittelberg, 1474 die Grafschaft Sonnenberg (der Truchsessen von Waldburg), 1523 die zweite Hälfte der Grafschaft Bregenz. Zahlreiche Herrschaften in Südwestdeutschland (Freiburg im Breisgau) und der heutigen Schweiz (Fricktal im späteren Kanton Aargau) waren ebenfalls in habsburgischem Besitz (Vorderösterreich). Bis ins 17. Jahrhundert hinein stand ein Landvogt an der Spitze der Verwaltung der habsburgischen Gebiete in Vorarlberg.
1765 fiel die Grafschaft Hohenems nach dem Aussterben des Grafenhauses in männlicher Linie ebenfalls an die Habsburger. 1804 rundete der Erwerb der Herrschaften Blumenegg und St. Gerold, ehemals Besitz der Klöster Weingarten bzw. Einsiedeln, und schließlich 1814 des ehemaligen Reichshofes Lustenau das Territorium ab.
In napoleonischer Zeit, zwischen 1806 und 1814, gehörte das Gebiet Vorarlbergs zu Bayern und kam dann bis auf die Westallgäuer Teile der Herrschaft Hohenegg an Österreich zurück; es wurde von Innsbruck aus verwaltet.
Nach dem Zusammenbruch der Habsburger Monarchie und der Gründung des Staates Deutsch-Österreich ergab die Bewegung für den Anschluss an die Schweiz in einer Volksabstimmung 1919 eine Mehrheit von 80 %, scheiterte sowohl an der zögerlichen Politik der (provisorischen) Vorarlberger Landesversammlung als auch des Schweizer Bundesrates, der das sorgsam austarierte Verhältnis zwischen Sprachen und Religionen in der Schweiz nicht durch einen zusätzlichen Kanton mit deutschsprachigen Katholiken ins Ungleichgewicht bringen wollte (die herabwürdigende Bezeichnung Vorarlbergs als Kanton Übrig hat jedoch andere Hintergründe) sowie an den Friedensverträgen von St. Germain und Versailles.[3]
Seit 1918 ist Vorarlberg, abgesehen vom nationalsozialistischen Zwischenspiel des Gaues Tirol-Vorarlberg 1938 bis 1945, selbständiger Staat und zugleich ein Bundesland der Republik Österreich.
Mit dem so genannten Anschluss am 12. März 1938 wurde Vorarlberg mit der Republik Österreich vom nationalsozialistischen Deutschen Reich de facto annektiert. Bereits kurz nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde Vorarlberg mit dem Gau Tirol zwangsvereinigt und als selbständige Gebietskörperschaft getilgt. Auch in Vorarlberg forderte die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und der zweite Weltkrieg viele Menschenleben. Mindestens 200 jüdische Einwohner des Gaus Tirol-Vorarlberg fielen dem NS-Rassenwahn zum Opfer; in Vorarlberg lebten vor dem Krieg nur 15 Juden. Kurz vor Kriegsende im Frühjahr 1945 schoss die örtliche SS noch auf einheimische Zivilisten, die „zu früh“ weiße Fahnen vor den anrückenden französischen Truppen aus den Fenstern gehängt hatten.
Nach dem Krieg gehörte Vorarlberg von 1945 bis 1955 gemeinsam mit dem Land Tirol (ausgenommen Osttirol) zur Französischen Besatzungszone. Nach dem Ende der Besatzungszeit sorgte Vorarlberg vor allem 1964 für bundesweite Schlagzeilen, als durch eine aufgebrachte Menge in der Bodenseegemeinde Fußach ein Schiff statt auf den vorgesehenen Namen „Karl Renner“ auf den Namen „Vorarlberg“ getauft wurde.
In den Jahren 1999 und 2005 verwüsteten schwere Überschwemmungen Teile Vorarlbergs und verursachten große Schäden.
So des isch jetzt mol des Wichtigste, wer no mehr Wissa will, der kann ja alles uf Wikipedia nochlesa.